Das Liegeplatzangebot Januar 09
Die eigentlichen Initiatoren, Hans Lafrenz und Peter Schmidt hatten es von langer Hand geplant, die Maxim Gorkiy nach ihrer Ausserdienststellung nach “Hause” zu holen. Was jedoch am Ende dieser harten Verhandlungen und Vermittlungen geschah, entmutigte nicht nur die beiden Initiatoren, auch die bis dahin in Erscheinung getretenen Investoren sahen alle Bemühungen als beendet an.
Ein Artikel im Hamburger Abendblatt vom 02. Februar 2009 stellte die Sachlage wie folgt dar:
“… Tatsächlich stellte die Stadt an die potenziellen Investoren eine ganze Reihe an Bedingungen: Risiko und Kosten für die Ausbaggerung sollten die Investoren tragen. Bis zu 3,5 Millionen Euro wären möglich gewesen. Sie sollten die Instandsetzung des Kais finanzieren, für die Kampfmittelräumung aufkommen sowie eine 30-jährige Bürgschaft für Liegeplatzkosten übernehmen. Umstritten war auch der Standort. Die Stadt hatte den Kirchenpauerkai vorgeschlagen, der aber erst in einigen Jahren im Rahmen der HafenCity-Bebauung eine öffentliche Anbindung bekommen hätte …”.
Erst aufgrund der Entrüstung über dieses Totschlagangebot in den vielen Foren und erst nach beispiellosen E-Mails, Faxkampagnen und Telefonaten begann dieses Thema wieder von neuem ins rechte Licht gerückt zu werden.
Nicht etwa sachliche Argumente wurden gegen die Heimkehr der TS HAMBURG angeführt, es war vielmehr der Eindruck, sich gar nicht wirklich mit dem Thema befasst zu haben und die einzelnen Argumente sehen zu wollen.
So wurde auf eine schriftliche Anfrage an den Senat in einer allgemeinen Sammel-E-Mail folgender Sachverhalt zur Absage genannt:
“… Der Senat hat sich in den vergangenen Wochen in Absprache mit dem Oberbaudirektor, der Hafen City GmbH und der Hamburg Port Authority um einen Liegeplatz für die Maxim Gorki/TS Hamburg im Hamburger Hafen bemüht. Folgende Standorte wären auf lange Sicht dauerhaft in Betracht gekommen: der Kirchenpauerkai/West und die Nordseite des Baakenhöft.
Die Kosten für die Ausbaggerung eines Liegeplatzes für die Maxim Gorki/TS Hamburg würden am Standort Kirchenpauerkai voraussichtlich ca 1,5 Mio. und am Standort Baakenhöft ca 3,7 Mio. betragen. Hinzu kämen die Kosten für die Ver- und Entsorgungsanschlüsse des Schiffes und weitere Einrichtungen am Liegeplatz wie z.B. eine Brücke, Fender, Dalben, Poller sowie gegebenenfalls eine Zusatzbeleuchtung.
Im Senat herrschte Einigkeit darüber, dass die Herrichtung und landseitige Anbindung des Liegeplatzes nicht zu Lasten des Hamburger Haushaltes gehen dürften. Dies hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt den Investoren auch mitgeteilt. Ein finanzielles Engagement der Stadt wäre auch gegenüber anderen Hotelbetrieben, die sich ohne staatliche Unterstützung auf dem Hamburger Markt behaupten müssen, schwer vermittelbar gewesen …”
Recht hätte er, der Verfasser - wenn diese Forderungen denn so gestellt worden wären.
Dem war aber nicht so.
